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22.12.2010
Katastrophaler Winterdienst auch in den Außenbereichen
CDU Albachten und Roxel schreiben Oberbürgermeister

„Dass sich die katastrophale Situation auf den Straßen im Außenbereich nunmehr in der ganzen Stadt wiederfindet, haben wir uns in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können“ sagt der Albachtener CDU Ratsherr Wolfhard Ediger mit einem Kopfschütteln. Noch am vergangenen Donnerstag hat er zusammen mit Christoph Brands, Vorsitzender der CDU Roxel, und dessen Albachtener Kollege Christian Hinzmann die Kindertagesstätte an der Welsingheide besucht, um sich dort aus erster Hand über die aktuelle Lage vor dem Hintergrund des fehlenden Winterdienstes zu informieren. Ihre Eindrücke und Forderungen haben die christdemokratischen Kommunalpolitiker zusammen mit der Roxeler Ratsfrau Sybille Benning in einem Brief an Oberbürgermeister Markus Lewe zusammengefasst.

Bereits im Februar 2010 landeten Autofahrer in der spiegelglatten Welsingheide im Graben (Foto: Thomas Schubert, WN)
„Wir haben bereits Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass Eltern bei extremen Winterwetter größte Schwierigkeiten haben, ihre Kinder zur Kita zu bringen und wieder abzuholen“ erläutert Christoph Brands. Die abschlägige Antwort des Werksleiter der Abfallwirtschaftsbetriebe, bei der Welsingheide handele es sich zwar um eine städtische Straße, die jedoch den Charakter eines Schleichweges habe und deshalb nicht geräumt werde, sei für die betroffenen Eltern nicht gerade hilfreich. Sie zeuge vielmehr von mangelnder Bürgernähe wenn nicht sogar von Arroganz. Sofern sich die AWM weiterhin nicht in der Lage sehe, hier Abhilfe zu schaffen, werden sich die Albachtener und die Roxeler Christdemokraten aktiv für eine bürgerschaftliche Lösung einsetzen und zusammen mit der Kita, den Elternvertretern und den Anliegern einen privaten Räumdienst organisieren.
„Wir haben uns weiterhin sehr darüber geärgert, dass sich die Abfallwirtschaftsbetriebe außerstande sehen, den Winterdienst wenigstens in den Straßen sicherzustellen, auf denen Schulbusse im Schülerspezialverkehr unterwegs sind“ ergänzt Christian Hinzmann. Eine entsprechende Forderung sei noch vor kurzem Inhalt eines Antrags der CDU Fraktion in der Bezirksvertretung Münster West gewesen. Dieser wurde jedoch von den AWM mit der Begründung, die Unternehmen, die den Schülerspezialverkehr durchführen, könnten ja ihre Fahrstrecken selbst wählen, nicht aufgegriffen worden. „Gerade nachdem es auf unsere Initiative hin gelungen ist, den Schülerspezialverkehr aufrecht zu erhalten sind derart bürgerunfreundliche Bemerkungen ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Eltern“ sind sich die CDU Politiker einig.
Die Albachtener und Roxeler Christdemokraten haben in ihrem Brief an den Oberbürgermeister gebeten, ihnen bis zur Sitzung der Bezirksvertretung Münster West am 27. Januar 2011 eine Übersicht der Grundschulen und Kitas zukommen zu lassen, die auch die Fahrstrecken des Schülerspezialverkehrs sowie die Straßen darstellt, in denen die AWM den Winterdienst noch durchführen. Auf Basis dieser Unterlagen sollen dann konkrete Forderungen an die Abfallwirtschaftsbetriebe entwickelt werden, wo ein angemessener Winterdienst einzurichten oder beizubehalten ist.
Auch in Münsters Westen scheint somit ein Ende der Diskussion um den Räum- und Streudienst noch lange nicht in Sicht zu sein.

Artikel dazu aus Februar 2010:

www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/stadtteile_west/1268164_Winterwartung_fuer_Welsingheide.html

www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/msw/Forderung-nach-Winterdienst-auf-der-Welsingheide;art2565,821608

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