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02.02.2012
Verkehrsberuhigung: CDU-Ortsunion Albachten will eigenes Dialog-Display
ALBACHTEN Wer in Albachten zu schnell fährt, soll in Zukunft von einem blinkenden Dialog-Display gewarnt werden. Tritt der
Fahrer auf die Bremse, bedankt sich die digitale Tafel. Die CDU-Ortsunion des Stadtteils will ein dauerhaftes eigenes Display
anschaffen - Kosten: 3000 bis 6000 Euro.
So ein Autofahrer ist schnell mal zu schnell. „Dabei ertappt sich jeder“, sagt Christian Hinzmann, der Vorsitzende der CDU in Albachten.
In Albachten ist das vor allem zu beobachten in der Osthoffstraße aus Richtung Senden, in der Sendener Stiege stadtauswärts, dann im
Langenkamp und vor Schulen und Kindergärten – an „klassischen Gefahrenpunkten“, erklärt Hinzmann.
Blinken statt blitzen
Noch etwas hat er bemerkt: „Die Autos werden immer leiser!“ Deswegen wurde kürzlich beim Neujahrsempfang der CDU Albachten
gesammelt. Rund 130 Euro kamen zusammen – ein Anfang. Ziel ist die Anschaffung eines Dialog-Displays.
So heißen jene Geräte am Straßenrand, bei denen nicht kostenträchtig geblitzt, sondern mahnend geblinkt wird: „Langsam! Langsam!“.
Nach dem Abbremsen wechseln sie freundlich auf „Danke! Danke!“.
Kein Langzeit-Effekt
„Die Dinger funktionieren“, sagt Hinzmann, aber: „Wenn das Ding wieder weg ist, ist auch der Effekt weg.“ Das bestätigt Matthias Gudorf,
vom Ordnungsamt der Stadt Münster.
Das erste Dialog-Display wurde 2008 in Münster aufgestellt. Inzwischen gibt es acht „ortsfeste Anlagen“ und zwei mobile. Die mobilen
sind schwer und müssen mit schwerem Gerät versetzt werden – allein der Fuß wiegt 500 Kilogramm. Daher geschieht das nur alle drei
Monate, aber wenn, „dann wird innerhalb von 24 Stunden die alte Geschwindigkeit wieder gefahren“, erläutert Gudorf.
CDU will eigenes Display
Die CDU will für eine eigene stationäre Anlage in Albachten sorgen. Natürlich gebe es auch andere „Straßenmöbel“ zur
Verkehrsberuhigung. Doch Fahrbahnschwellen seien viel teurer und der Effekt begrenzt, „im Grunde genommen auch eine Nötigung der
vernünftigen Fahrer“.
Auch die Stadtverwaltung meint, wegen des Lärms machten Schwellen „mehr Sorgen als Nutzen“. Die vergleichsweise preiswerte
Freiburger Kegel (400 Euro das Stück) finden auch nicht das Gefallen von Hinzmann. Sie verengten die Fahrbahn und könnten sogar
gefährlich sein, wenn dort jemand noch schnell vor dem Gegenverkehr durch den künstlichen Engpass wolle.
Verkehrsberuhigung: CDU-Ortsunion Albachten will eigenes
Dialog-Display
Bleibt also ein Dialog-Display – Kostenpunkt zwischen 3000 und 6000 Euro. Geräte, auf denen zu lesen ist, wie sehr man sündigt, „sind
ganz bewusst nicht gewünscht – kein Pranger!“.

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